Wir sind wieder da!

Die Sommerpause hat bei uns etwas länger angedauert. Aber so ist das nun mal im Arbeitsalltag, da kommt das Eine und dann das Andere und sehr schnell vergehen dann ein paar Tage, Wochen, Monate.

Aber jetzt, pünktlich zum Herbstbeginn, legen wir hier auf unserem Blog wieder richtig los!

Auf unserer Homepage haben wir das schon getan und einen neuen Bereich integriert – dort gibt es jetzt eine Datenbank mit informativen Erklär-Videos zu den Themen Steuern und Unternehmensgründung, sowie Infos für Arbeitnehmer und für Immobilienbesitzer.

Bitte unbedingt mal vorbei schauen: www.cwb-wirtschaft.de!

 

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Wie teste ich meine Idee?

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Kennen Sie den „Lean-Ansatz“?

Am Anfang steht eine Idee. Dann kommt schon die erste große Hürde. Die Idee scheint gut, aber funktioniert sie wirklich? Will sie jemand wirklich? Also, würde sie sich verkaufen lassen? Und, wie gehe ich es überhaupt am Anfang an? Also, gibt es einen Prototyp? Und was sind die ersten Schritte?

Das Denken nach dem „Lean-Ansatz“ macht diese Welle an Überlegungen vielleicht ein wenig einfacher, leichter und strukturiert sie. Denn hierbei geht man Schritt-für-Schritt vor.

Das erste Mal tauchte der Begriff „Lean Management“ (engl. lean – dt. schmal) Mitte des 20. Jahrhunderts bei dem japanischen Toyota auf, dem es auf diese Weise gelungen ist, stabile Prozessorganisationen zu gestalten, die Grundlage des erreichten Qualitätsniveaus seiner Produkte sind. „Lean Management“ wird inzwischen weltweit in nahezu allen Branchen erfolgreich angewendet und beschränkt sich nicht mehr nur auf fertigende Prozesse (Lean Production), sondern bezieht auch andere Geschäftsbereiche ein, wie etwa die Instandhaltung (Lean Maintenance) oder die Geschäftsprozesse (Lean Administration) zum Beispiel bei der Erstellung von Dienstleistungen oder als unterstützende Prozesse zum Beispiel bei der Auftragsabwicklung.

„Lean Management“ bedeutet übertragen „Werte ohne Verschwendung zu schaffen“.

Ziel dabei ist es, alle Aktivitäten, die für die Wertschöpfung notwendig sind, optimal aufeinander abzustimmen und überflüssige Tätigkeiten zu vermeiden. Dazu gilt es, das bestehende System aus zwei Perspektiven zu überprüfen und zu verbessern: aus der Sicht des Kunden, dessen Wünsche nach Verfügbarkeit, Individualität, Qualität und Preisgestaltung es möglichst optimal zu erfüllen gilt, und aus der Sicht des Unternehmens selbst, das profitabel funktionieren und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern muss.

Ergebnis sind hierbei Prozesse mit einer hohen Kundenorientierung, da die gezielte und flexible Erfüllung des Kundenwunsches Grundlage für wirtschaftliches Arbeiten und eine hohe Effizienz ist. Genaue Prozessdefinitionen und Schnittstellenbeschreibungen, klare Verantwortlichkeiten, frühes Reagieren auf Fehler und einfache Organisationsmethoden führen zu stabilen Prozessen, aus denen qualitativ hochwertige Produkte entstehen.

Im Kern geht es also beim Lean-Gedanken um die Vermeidung von Verschwendung jeglicher Art.

Jetzt ist da also immer noch diese Idee, die umgesetzt werden will.

Überträgt man den „Lean-Ansatz“ auf die Entwicklung einer Idee, kommt plötzlich Struktur in die Sache.

Den Perfektionismus weg lassen

Beim Testen von einer Idee sollte man zunächst den Perfektionismus weg lassen. Im Idealfall sollten also keine Stunden für die perfekte Homepage oder die besten Texte verschwendet werden, denn das entwickelt sich alles. Viel wichtiger: präsent sein und Kundenfeedback in die Idee einfließen lassen.

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Erst das Marketing, dann die Fertigstellung

Es ist utopisch und auch nicht unbedingt der beste Weg, ein Produkt komplett fertig zu stellen, bevor man an den Markt geht. Produkte oder Dienstleistungen können auch verkauft werden, wenn sie noch nicht hundertprozentig fertig sind. Wichtig dabei: das Produkt dann aber auch zeitnah fertigstellen. Kommt zu wenig oder gar keine Resonanz, weiß man dann, dass das Produkt noch angepasst werden muss – oder auch mal komplett überworfen werden kann.

Marketing ist das A und O

Auch wenn man Angst hat, mit dem eigenen Produkt an den Markt zu gehen: einfach machen! Denn eine große Menge der StartUps scheitern am Marketing. Am besten es werden mehr als die Hälfte der Zeit in Marketing investiert, denn nur so weiß man, wie die Idee ankommt und kann ggf. schon die ersten Umsätze erzielen. Beim Marketing gilt nahezu immer eins: mehr ist einfach immer besser!

Mitgründer suchen

Manchmal ist es einfach besser, nicht alles alleine zu machen, sondern Jemanden an der Seite zu haben, der die Idee genau so klasse findet, wie man selbst und dafür brennt. Das lässt auch schwierige Phasen besser überstehen und oft disziplinierter arbeiten.

Partnerschaften bilden

Hierbei geht es nicht um weitere Gründungsmitglieder, sondern Personen/Firmen/Unternehmen, die schon einen Kundenstamm haben, den man benötigt. Oder das nötige Know-how, was noch fehlt.

Direktes Feedback holen

Erzählen Sie Leuten von Ihrer Idee und hören Sie zu. Dabei entstehen teilweise großartige weitere Ideen.

Kostenlose Tools benutzen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten ohne Kosten im Internet präsent zu sein. Nutzen Sie diese! Oder auch Partnerschafts-Büros zu nutzen, sogenannte Co-Working-Spaces, die dann nicht gratis aber kostengünstig sind.

Haben Sie Spass dabei

Vielleicht einer der wichtigsten Punkte: Sie sollten Spass haben! Die Gründung Ihrer Idee und die Entwicklung dabei sollte einfach viel Freude bringen, denn nur so kann man auch die Arbeit leisten, die man dabei leisten muss.

 

 

 

Influencer geben den Ton an.

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„Influencer Marketing“ ist in aller Munde.

Vom Hashtag über Likes, über Blogs und Vlogs gibt es zahlreiche Worte, die alle in den Bereich der sozialen Medien fallen und dort so alltäglich gebraucht werden, wie „Soll und Haben“ bei einem Buchhalter.

Es ist definitiv ein Trend, der sich auch schon über einen langen Zeitraum entwickelt hat und auch jetzt noch ständig weiter wächst. Die Wichtigkeit von „Influencern“ (dieser Begriff entstand 2007; von engl.: to influence – beeinflussen) hat rapide zugenommen und es gibt namenhafte Unternehmen, die nahezu rein auf „Influencer Marketing“ setzen.

In den meisten Fällen funktioniert es so, dass dem möglichen Influencer das eigene Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt wird, häufig erfolgt auch ein zusätzliches Honorar für sehr erfolgreiche und bekannte Bloggern, und dieser das Produkt dann testet und im Anschluss auf seinen Social-Media-Kanälen darüber berichtet. Möglichst positiv natürlich.

Beim Leser/Zuschauer kommt dies dann als sehr persönliche und subjektive Empfehlung einer Person an – und wie man weiß, vertrauen die meisten Menschen solch einer Werbung mehr, als einer klassischen Werbung, die meist nur viel verspricht.

Im Grunde wie beim klassischen Empfehlungsmarketing (einen Blogpost von mir zu diesem Thema finden Sie hier), nur dass hierbei der Empfehlende nicht in direktem persönlichen Kontakt steht, sondern „nur“ auf digitalem Wege mit den empfiehlt und seine Leserschaft breitflächig anspricht.

Sicher ist diese Form der Werbung in den meisten Fällen eher etwas für große Unternehmen, vor allem, wenn es darum geht, viel Geld in die Hand zu nehmen und das eigenen Produkt kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Das wertvollste „Influencer-Marketing“ entsteht allerdings dort, wo sich Menschen begegnen, Kontakte schließen und kommunizieren. Denn wenn das gut funktioniert, wird die Bindung zwischen „Influencer“ und Marke eine langanhaltende sein. Und dann geschieht das, was diese Werbung so kostbar und unvergleichlich macht, die Empfehlung kommt von Jemandem, der voll und ganz hinter dem Produkt und dem Unternehmen steht.

Und das ist wiederum etwas, was auch für kleinere Unternehmen eine Möglichkeit ist. Präsenz zeigen, Persönlichkeit zeigen, Events nutzen, Kontakte schließen und immer dran bleiben. Dann läuft das „Influencer-Marketing“ fast von alleine an.

 

Die Empfehlungsgesellschaft

„Wer heute nicht empfehlenswert ist, ist morgen nicht mehr kaufenswert – und übermorgen tot.“

(gefunden in der aktuellen Ausgabe von StartingUp)

Empfehlungen Daumen hoch

Mund-zu-Mund-Werbung ist immer noch eine ziemlich sichere Werbung. Sie funktioniert, bei positiven Empfehlungen, aber kann auch ganz schnell wirken, bei negativen Äußerungen. Der Mensch vertraut eben eher seinem Gegenüber und dessen ehrlicher Meinung, als einer Werbeanzeige.

Doch, wie kann man diese Werbeform steuern und verstärken, außer sie durch gute Leistungen weiterhin zu untermauern?

Auf starting-up.de finden Sie 10 Online-Verstärker fürs Empfehlungsmarketing, hier möchte ich Ihnen in einer Kurzzusammenfassung, die für mich wichtigsten Maßnahmen heraus picken:

  1. Sollten Sie einen Newsletter oder sonstige Informationen an Ihre Kunden versenden, stimulieren Sie das Weiterreichen zum Beispiel wie folgt: „Sicher kennen Sie Menschen, für die dieser Newsletter/dieses Angebot auch interessant sein könnte. So sind wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese E-Mail an drei Personen weiterleiten.“
  2. Bitten Sie begeisterte Kunden um schriftliche Aussagen, in denen sie über die Qualität Ihrer Arbeit sprechen. Man kann gar nicht genug solcher Statements haben. Diese können Sie als Resonanzen für Ihre Werbemittel verwenden.
  3. Werden Sie im Social Web aktiv. Schreiben Sie gute Blog- und Twitterbeiträge, das wird gern geteilt, verlinkt oder retweetet. Bringen Sie in Internetforen Ihre sachkundigen Meinungen vor.
  4. Erstellen Sie kostenlosen Content zum Downloaden. Hierbei handelt es sich um Fachbeiträge, White Papers, Checklisten oder E-Books, die den Lesern zu Ihrem Fachgebiet Nutzwert bieten. Auch hier: Dokumentieren Sie vor allem fachliche Expertise, Ihre Leistungen hingegen erwähnen Sie – am besten am Ende – nur knapp, wenn überhaupt. Solche Ausarbeitungen können Sie auf Ihrer Webseite hochladen oder Fachportalen zum Einstellen anbieten. Da gute Beiträge im Social Web freizügig weiterverbreitet werden, kommen Sie so als Fachmann schnell ins Gespräch – und damit auch zu Anfragen und Aufträgen.
  5. Wenn Sie einen Online-Shop betreiben: Installieren Sie dort ein Bewertungssystem. Laut einer ECC-Handel-Studie steigt die Kaufwahrscheinlichkeit um fast 40 Prozent, wenn positive Produktbewertungen angezeigt werden.

Prokastination – oder warum wir so viel aufschieben.

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Wir schieben Manches auf, legen es zur Seite, stapeln es auf den To-Do-Stapel oben drauf, vergessen es ab und an, fangen dann wieder an daran zu arbeiten, um es erneut beiseite zu legen. Es gibt ja noch so viel Anderes zu tun. Den Schreibtisch aufräumen beispielsweise oder die Kontakte neu sortieren, ach, und das Pflegen des Terminkalenders, nicht zu vergessen…

Prokastination wird dies genannt, eine Zusammensetzung aus den lateinischen Wörtern „Pro“ (für) und „Cras“ (morgen). Wer prokastiniert, verschiebt also Dinge auf morgen oder noch weiter.

Gerne redet man es sich schön, frei nach dem Motto „Ohne Druck kann ich nicht arbeiten!“. Aber dass das nicht immer stimmt, wissen wir doch alle.

Auch schon vor rund 2000 Jahren war dieses Problem bekannt und der Philosoph Cicero warnte vor „Verzögerung und Aufschub“. Auch der griechische Dichter Hesiod mahnte das Aufschieben, da sonst Armut und Niedergang drohten.

Prokastination gilt heute längst nicht mehr als bloße Disziplinschwäche, sondern wird als ernst zu nehmendes psychisches Problem behandelt. Psychologen und Neurowissenschaftler wollen verstehen, warum wir aufschieben.

Ein Symptom, dass sich „inkonsistente Zeitpräferenzen“ nennt steckt dahinter. Ein Experiment, dass 1994 von der Washington-Universität in St.Louis durchgeführt wurde, bringt ein wenig Licht ins Dunkle.

Hier wurden 24 Studenten vor eine schwere Entscheidung gestellt. Sie konnten wählen, ob sie sofort 20 Dollar mitnehmen oder 3 Monate warten, um dann 50 Dollar bekommen zu können. Fast alle wählten den kleineren Betrag, da er sofort ausgezahlt wurde.

In der zweiten Runde wurde das Ganze etwas modifiziert. Die Studenten konnten wählen zwischen 20 Dollar in 3 Monaten oder 50 Dollar in 6 Monaten. Der zeitliche Abstand blieb also der Gleiche, nur dass nun in jedem Fall gewartet werden musste.

Wenig überraschend: plötzlich waren deutlich mehr Personen bereit zu warten, bis sie 50 Dollar bekamen. Was man sofort bekommen kann, wird oft höher bewertet, als eine Sache, auf die man warten muss. Muss man allerdings ohnehin warten, fallen ein paar Tage mehr nicht ins Gewicht.

Dies ist auch bei unangenehmen Dingen der Fall. Diese erscheinen weniger schlimm, wenn sie erst in einiger Zeit anstehen und werden darum nicht sofort angepackt.

Körperliche und psychische Folgen bleiben dabei oft nicht aus. Muskelverspannungen, innere Unruhe oder auch Schlafstörungen können die Folge sein. Darüber hinaus ist  das Risiko einer Depression zu erliegen deutlich höher.

Mittlerweile gibt es an einigen Universitäten sogenannten „Prokastinations-Ambulanzen“, die Studenten helfen sollen, rechtzeitig anzufangen mit einer Aufgabe.

Es gibt aber auch schon kleinere Dinge, die helfen können – so beispielsweise das Einführen eines Rituals, das man immer dann durchführt, wenn man anfangen möchte, zu arbeiten. Das kann ein Spaziergang sein oder ein paar Gymnastikübungen oder auch eine Tasse Kaffee. Wichtig ist nur, dass dieses Ritual nicht länger als 15 Minuten andauert.

Ab und an hat das Aufschieben aber auch etwas Gutes. Im kreativen Arbeiten z.B. – hier ist manchmal nicht zwingend die erste Idee, die die Beste ist, sondern oft auch die Idee, die einen etwas längeren Denkprozess und Pausen mit sich brachte.

 

Immer wichtig: die richtige Nachfolgeplanung

Gerade zum Jahreswechsel macht man sich oft Gedanken über Planungen, die Zukunft und Ziele. Dabei schaut man dann auch mal darauf, was in 1,2,3 oder mehr Jahren sein könnte oder wo man dann stehen möchte.

Als Unternehmer kommt dann häufig die Frage einer möglichen Unternehmensnachfolge auf. Und das ist allzu nachvollziehbar, bedenkt man, dass 1,3 Millionen Unternehmer 55 Jahre und älter sind.

Es gibt eine Untersuchung der KfW-Förderbank, die belegt, dass bis 2017 weit über 500.000 mittelständische Unternehmer einen Nachfolger suchen.

Existenz und Vermögen sind gefährdet, wenn Unternehmer die Nachfolgefrage nicht früh genug angehen und bereits getroffene Regelungen nicht ab und zu anpassen. Es geht darum, die Familie abzusichern, die richtigen Vertragskonstellationen zu finden und Erbschaftsteuer zu sparen.

Es gibt zentrale Fragen, die bei jeder Nachfolgeplanung aufkommen:

  • Wie bereite ich mein Unternehmen vor?
  • Wie und wo finde ich einen geeigneten Nachfolger?
  • Ist der Verkaufserlös als Altersvorsorge ausreichend?
  • Wie finanziere ich eine Übernahme?
  • Bekommt man Fördermittel?

Und hierbei sollten sich nicht nur große Unternehmen angesprochen fühlen, sondern auch kleinere Unternehmen sollten Regelungen für die Nachfolge treffen.

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