Vom Gründen profitieren.

„Corporate Incubation“ als neuer Trend.

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Wenn Unternehmen von einem Business-Inkubatoren sprechen, dann meinen sie, die Unterstützung neuer, junger und frisch gründender Unternehmen. Sie nutzen dann das Start-Up-Flair als Wachstumsmotor. Und dieser rotiert gewaltig.

Gerade die Ausstrahlung frisch gründender Unternehmen ist das, was altbekannten Unternehmen häufig fehlt. Sie haben ihren Platz seit Jahren in der Wirtschaft eingenommen und kommen aber oft auch werbetechnisch nicht von der Stelle. Was gibt es da Besseres als ein junges, dynamisches Unternehmen, dem man unter die Arme greifen und somit Teil dieser Start-Up-Dynamik werden kann

Das junge Unternehmen profitiert von Investitionen, Dienstleistungen und Erfahrung des Großkonzerns. Basis hierfür ist die Schaffung flacher Hierarchien, die die Möglichkeit bieten, flexibel agieren zu können, um die Potentiale der Jungunternehmer vollends nutzen zu können.

 

 

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Business Angel, Crowdfunding oder der klassische Bankkredit

Geld-fürs-Stipendium

„Stirb, bevor Du Geld von Arschlöchern annimmst.“

So klar und deutlich machte Frank Thelen, Juror bei der „Höhle der Löwen“ (Gründungsshow auf VOX), wie wichtig er es findet, den richtigen Geldgeber für sein Vorhaben zu finden.

Da es zahlreiche Möglichkeiten gibt, möchte ich hier mal drei Möglichkeiten mit einander vergleichen: Beteiligungskapital (Venture Capital und/oder Business Angels), Crowdfunding (siehe auch meinen Post dazu hier) und der klassische Bankkredit.

Beteiligungskapital

  • es gibt verschieden Formen, vom Venture Capital bis hin zum Business Angel. Die Investoren bekommen im Gegenzug anteiligen Einfluss auf das Unternehmen.
  • die Dauer bis zur Entscheidung kann i.d.R. einige Wochen oder länger dauern
  • es gibt meist direktes Feedback der möglichen Investoren zu der Geschäftsidee. Fällt die Idee durch, kann man selten am Konzept nachkorrigieren, um doch noch zu überzeugen, sondern muss sich dann einen neuen möglichen Investor suchen.
  • der Anteil der Investoren ist eher hoch, oft 25%
  • ein großer Vorteil ist die Tatsache, dass Investoren ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen und ihre eigenen Vertriebskanäle nutzen, daher ist es besonders wichtig zu beachten, dass die Ausrichtung des Investors zur eigenen Idee passt.
  • ein Businessplan wird vorausgesetzt, ist aber nicht zwingend erforderlich für die Investoren. Hier zählt mehr die Idee und natürlich der Finanzteil des Unternehmens.

Crowdfunding

  • StartUps werden durch eine große Menge an kleineren Investoren finanziert
  • die Dauer ist davon abhängig, wie viel der Gründer selbst dafür ansetzt
  • Feedback gibt es auf der Plattform, auf der die Gründungsidee vorgestellt wird, meist viel. Oft werden hier sinnvolle Fragen gestellt, die den Gründer noch mal „nachschrauben“ lassen.
  • eine Korrektur oder Nachbesserung der Idee und Umsetzung kann im Grunde ständig passieren, davon lebt Crowdfunding sogar
  • es gibt verschieden Formen des Crowdfuning, equity und lending based (Geld fließt an Investoren zurück), reward based ((Produkte oder Leistungen als Gegenleistung) und donation based (Investoren unterstützen mit Spenden) Crowdfunding.
  • ein Businessplan wird verlangt, da er auch Basis für die Crowd ist, um ausreichend Informationen über das Projekt zu bekommen

Bankkredit

  • Sparkassen und Banken sind der bodenständigste Finanzierungspartner und für den Mittelstand immer noch die Nr.1
  • die Entscheidung kann sehr schnell getroffen werden, je nach Unternehmensidee und Vollständigkeit der Unterlagen aber auch mal einige Wochen dauern
  • Feedback gibt es von allen guten Bankberatern, Gründer und Berater sollten in engem Austausch rund um die Geschäftsidee stehen
  • das Feedback kann und sollte umgesetzt werden, nur in seltenen Fällen ist ein Businessplan von Anfang so stimmig, dass die Bank diesem ohne Änderungen zustimmt
  • Der Betrag wird in festen Raten zurück gezahlt, es erfolgt keine Beteiligung am Unternehmen
  • die Bank möchte regelmäßig Zahlen sehen, üblicherweise in Form von Jahresabschlüssen und BWAs. In Krisenzeiten auch eine Liquiditätsplanung.

 

Geldsammeln für eine gute Idee

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Crowdfunding  – von engl. crowd (Menschenmenge) und funding (Finanzierung), auch schon mal als Schwarmfinanzierung bezeichnet, ist derzeit in aller Munde. Immer mehr StartUps nutzen diese Möglichkeit, um ihre Idee zu finanzieren und umzusetzen.

StartingUp stellt einmal monatlich immer die Top 4 der aktuellen Crowdfunding-Kampagnen vor, was ich immer sehr spannend finde. Hier geht’s zu den Top 4 im Mai.

Beim Crowdfunding wird die Idee auf einer dafür vorgesehen Internetplattform vorgestellt (Beispiele hier oder hier) und dort können einzelne Personen kleinere Beträge geben, für die sie etwas als Gegenleistung bekommen. Sei es das Produkt an sich, eine Vergünstigung, Dienstleistungen oder Firmenanteile – auch kann es ein ideeler oder altruistischer Wert sein. Auf der jeweiligen Plattform wird immer das Crowdfunding-Ziel bekannt geben, d.h. wie viel Geld für das StartUp am Ende benötigt wird. Es können auch mehrere Zwischen-Ziele gekennzeichnet werden, z.B. bei Erreichung von 10.000€ kann eine neue Maschine angeschafft werden und bei 20.000€ ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden o.ä.

Ein in Deutschland bekanntes und erfolgreiches Crowdfunding-Projekt, war das der Firma Brainpool, die für die Realisierung des Stromberg-Films 1 Mio. Euro benötigte, innerhalb einer Woche war dieses Ziel erreicht. Mehr dazu hier.

KfW-Award 2016 – jetzt bewerben!

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Seit 1998 zeichnet die KfW Bankengruppe Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihrer Geschäftstätigkeit mit dem Titel „KfW GründerChampions“ aus. Für diesen Preis können sich Start-ups aller Branchen bewerben, die ihren Sitz in Deutschland haben. Natürlich ist die Teilnahme auch für Gründer möglich, die eine Firma im Zuge der Nachfolge übernommen haben. Vergeben wird der Award im Rahmen der deGUT.

Bewerbungszeitraum für 2016 ist vom 1. April bis zum 1. Juli 2016

Das können Sie gewinnen:

Aus jedem Bundesland wird ein Landessieger prämiert. Diese 16 KfW GründerChampions konkurrieren um den Bundessieg. Am Abend der Auszeichnung wird ein Publikumspreis verliehen.

  • Landessieg jeweils 1.000 EUR
  • Bundessieg zusätzlich 9.000 EUR
  • Publikumspreis zusätzlich 5.000 EUR
  • Sonderpreis „Nachfolge“ 5.000 EUR

Hier geht es zu den Gewinnern aus 2015.